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Offenes Konzept

Von Michael Kuczera21.04.2021

Das Konzept der offenen Pädagogik bedeutet, dass es für Kinder in der Kita keine fixen Gruppen gibt. Die Kinder sollen in ihrer Selbstentfaltung auf diese Art und Weise bestmöglich unterstützt werden. 

Die Formen des offenen Konzepts 

Im offenen Konzept ist es so, dass es keine festen Gruppen für die Kinder gibt. Das heißt die Kinder können es sich selbst aussuchen, welchen Raum sie aufsuchen. Häufig anzutreffen ist die Variante, dass alle Gruppen aufgelöst sind es aber Nestgruppen für die Kleinsten gibt. Diese Nestgruppen sind entweder ein ganzes Jahr lang aktiv oder nur für eine bestimmte Eingewöhnungsphase von zum Beispiel 3 Monaten.  Die Räume, die die Kinder aufsuchen können, zeichnen sich durch unterschiedliche Funktionen aus. So gibt es beispielsweise einen Kreativ-, Musik-, Bewegungs- oder Erholungsraum. Die Kinder haben dort die Möglichkeit verschiedene Angebote auszuprobieren und mit anderen Kindern oder alleine zu spielen, sich kreativ oder handwerklich zu betätigen oder zu experimentieren. Gemeinsames Frühstücken und Mittagessen sind auch öfter ein Bestandteil, sodass es für die Kinder gewisse Regelmäßigkeiten und wiederkehrende Rituale gibt. Die offenen Konzepte sind jedoch variabel und von den Eltern selbst bei der Wunsch-Kita zu erfragen.

Die Vor- und Nachteile des offenen Konzepts

Ein großer Vorteil des offenen Konzepts die Selbstentfaltung des Kindes. Zentral ist dabei vor allem die Entscheidungsfreudigkeit des Kindes zu fördern sowie die Möglichkeit für das Kind selbst zu erforschen, was ihm in welchem Moment guttut. Die Selbstständigkeit wird gefördert und auch die soziale Kompetenz, da die Kinder lernen mit Kindern aus unterschiedlichen Altersklassen, in unterschiedlichen Kontexten zusammenzuspielen. Das Kind wird aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet, da es von verschiedenen Pädagogen: Innen in verschiedenen Situationen beobachtet wird Dieser Multiperspektivität macht es auch möglich speziellen Förderbedarf schneller zu erkennen. Zu den Nachteilen des Konzepts zählen, dass es fast keine Regeln gibt, an die sich die Kinder zu halten haben. Ferner gibt es keine klaren Bezugspersonen für die Kinder. Für die Kinder ist es auch schwierig den Überblick über die Angebote in den verschiedenen Räumen zu bewahren. 

Verwandte und ähnliche Konzepte, die aus diesem Konzept hervorgehen sind: Die offene Pädagogik der Achtsamkeit und das halboffene Konzept. Abschließend ist noch anzumerken, dass das offene Konzept in Deutschland bereits schon seit längerer Zeit erfolgreich angewandt wird und sich steigender Beliebtheit erfreut.

Von Michael KuczeraGründer

Literaturverzeichnis: 

  • Vorholz, Heidi (2014): Pädagogische Ansätze für die Kita: Offene Arbeit. Cornelsen Scriptor: Berlin.