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Montessori Pädagogik

Von Michael Kuczera30.04.2021

Der Ansatz gilt als eine alternative Form der Pädagogik. Zentral ist dabei, dass das Kind im Mittelpunkt steht. Jedes Kind wird als einzigartiges Individuum gesehen und ist von den Lehrer:innen zu fördern. Dabei gibt das Kind vor, wann, was und wie es lernen möchte. Die LehrerInnen beobachten und bieten eine lernfreundliche Umwelt an.

Maria Montessori – Ärztin, Mutter, Wissenschaftlerin

Maria Montessori wurde 1870 in Italien geboren und verstarb 1952 in Holland. Obwohl damals für Frauen verboten – aber aufgrund der herausragenden Leistung ausnahmsweise erlaubt - studierte sie Medizin in Rom. Nach Abschluss des Studiums arbeitete sie als Ärztin vor allem mit Kindern. Montessori eröffnete Kinderhäuser, in denen sie ihren pädagogischen Ansatz ständig weiterentwickelte. Schon zu ihren Lebzeiten war ihr Erziehungsparadigma international bekannt und geschätzt. Schlussendlich führte nach ihrem Tod ihr Sohn die Kinderhäuser weiter.

Eine neue Form in der Pädagogik

Zentral ist in dem Ansatz von Montessori, dass jedes Kind als einzigartiges Individuum mit seinen Stärken und Schwächen angesehen wird, dem auch von Seite der Erwachsenen Respekt entgegengebracht werden sollte. Zentrales Element des Ansatzes ist die Beobachtung. Dahingehend, dass das Verhalten der Kinder beobachtet wird und auf die Signale, die es aussendet, reagiert. Von daher fordert sie auch – im Zeitkontext des fin de siècle – "neue Erzieher:innen" und die „vorbereitende Umgebung“, um die Entwicklung der Kinder positiv zu beeinflussen. Es geht in dem pädagogischen Ansatz darum, die Kinder - die gemäß Montessori einen natürlichen Antrieb zum Lernen haben – voll in diesem Lernprozess zu unterstützen. Das bedeutet auch zu gleich, auf die Individualität jeden Kindes einzugehen und beispielsweise einen unterschiedlichen Lernrhythmus unter den Kindern zu akzeptieren.

Neue Erzieher:innen haben in dem pädagogischen Ansatz die Hauptaufgabe sich selbst vorzubereiten. Da es darum geht, dass sich das Kind offenbaren wird und dem/der neuen LehrerIn zeigen wird, was es will. Darauf haben die LehrerInnen in der Montessori-Pädagogik sich eben vorzubereiten, da sie auf die Signale der Kinder zu reagieren haben. Die Erzieher:innen sind daher nur Erfüllungsgehilfen, die den Lernprozess des Kindes unterstützen, aber selbst keine direkten Lernimpulse für die Kinder setzen. Es geht darum eine Hilfestellung zu geben, dass die Kinder sich die Umgebung aneignen können, aus der sie wiederum lernen. Die Kinder sind im Sinne der Montessori Pädagogik die Erzieher:innen für die Erwachsenen. Es ist durch seinen natürlichen Lerndrang selbst in der Lage aus der Umwelt zu lernen. So sagte Montessori auch selbst, dass die Kinder ihr ihre Methode lernen und nicht umgekehrt.

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Von Michael KuczeraGründer

Literaturverzeichnis:

  • Becker-Textor, Ingeborg (2000): Maria Montessori. In (Hrsg.): Fthenakis, Wassilios und Textor, Martin: Das Jahrbuch der Frühpädagogik und Kindheitsforschung: Pädagogische Ansätze im Kindergarten, S. 29-40.
  • Erler, Luis (2000): Kosmische Erziehung – ein zentrales Element der Montessori-Pädagogik. In (Hrsg.): Fthenakis, Wassilios und Textor, Martin: Das Jahrbuch der Frühpädagogik und Kindheitsforschung: Pädagogische Ansätze im Kindergarten, S. 29-40.