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Halboffenes Konzept

Von Philip Behrend21.04.2021

In der Kindergartenpädagogik können geschlossene und offene Gruppen unterschieden werden. Halboffene Gruppen sind eine Mischform aus diesen beiden Formen. Die Gruppenöffnung gilt dabei eben nicht immer, sondern beispielsweise nur an bestimmten Tagen oder zu festgesetzten Uhrzeiten.

Die Formen des halboffenen Konzepts

 

Beim halboffenen Konzept ist es so, dass Kinder zum einen in der Stammgruppe sind zum anderen haben sie gruppenübergreifende „freie Spielzeit“. In dieser „freien Spielzeit“ werden den Kindern – so das pädagogische Konzept – unterschiedliche Angebote zur Verfügung gestellt, die sie nutzen können. Im Detail bedeutet das, dass sich die Kinder in unterschiedliche Funktionsräume, wie Turnsaal, Atelier, Werkstaat, begeben können und dort (mit anderen Kindern) je nach Angebot, die Angebote ausprobieren können. Je nach Kita sind die Möglichkeiten der Gruppenöffnung unterschiedlich, häufige Möglichkeiten sind:

  • Gruppenöffnung tageweise zum Beispiel Montag und Mittwoch
  • Gruppenöffnung halbtags zum Beispiel Vormittag / Nachmittag
  • Gruppenöffnung für alle Gruppen oder nur einzelne Gruppen
  • Gruppenöffnung mit oder ohne Nestgruppen für Kleinkinder

Die Vor- und Nachteile des halboffenen Konzepts

Für die Kinder ergibt sich der Vorteil, dass sie alle Räume, alle anderen Kinder und auch alle Fachkräfte kennenlernen. Kinder kommen unabhängig von Alter zusammen und auch Geschwister können zusammenspielen. Für bestimmte Aktivitäten können Kinder neue Spielkameraden finden. Es wird die Selbstständigkeit und Entscheidungsfreudigkeit der Kinder gefördert. Nachteile erwachsen daraus, dass die Kinder mit der Situation – je nach Alter und Persönlichkeit – überfordert sein können. Beispielsweise können es introvertierte Kinder, da sie eher zurückgezogener sind, schwieriger haben. Ein weiterer Nachteil ist, dass Kinder nur noch die Aktivität ausüben, die sie am liebsten machen, dadurch wird die ganzheitliche Förderung des Kindes erschwert. Dennoch haben die Kinder in der Stammgruppe eine oder mehrere fixe Bezugspersonen. In der teiloffenen Gruppe lernen die Fachkräfte auch alle Kinder kennen. Für die Kinder hat das den Vorteil, dass die Entwicklung besser gefördert werden kann, da es aus verschiedenen Blickwinkel beobachtet wird. Für die Fachkräfte selbst ist auch noch ein Vorteil darin gegeben, dass sie nicht mehr für alles in der Gruppe zuständig sind und auch mit den Kindern ruhiger arbeiten können.

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