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Fröbel Pädagogik

Von Michael Kuczera21.04.2021

In dem pädagogischen Ansatz von Fröbel ist das zentrale Element, dass das Kind als eigenes Individuum mit seinen Bedürfnissen wahrgenommen wird.

Friedrich Wilhelm Fröbel Portrait

Der erste Kindergarten auf der Welt

Friedrich Wilhelm August Fröbel lebte von 1782 bis 1852. Er wurde in Deutschland geboren und arbeitete mehr als 20 Jahre lang als Lehrer. In seiner Lebenszeit gründete er eine eigene Schule sowie im Jahr 1837 den ersten Kindergarten weltweit. Fröbel entwickelte ein eigenes pädagogisches Konzept, in dem er vor allem von den Ansätzen von Johann Pestalozzi beeinflusst wird. Allgemein ist zu sagen, dass der Ansatz von Fröbel aus der Zeit der Frühpädagogik stammt. Kindheit wird in  diesem pädagogischen Paradigma als das Ultimative und die wahre Essenz der Menschheit wahrgenommen und Kinder zu fast schon gottgleichen Geschöpfen hochstilisiert. Dieser Umstand schlägt sich auch im Ansatz von Fröbel nieder, der Kinder als das Pure und Reine ansieht.

Erziehung nimmt und beachtet jedes Wesen – Friedrich Fröbel

Die Idee von Fröbel war es einen pädagogischen Ansatz vom Säuglingsalter bis zum Beginn der Schulpflicht bereitzustellen. Ziel war es den Kindern Zeit und Raum zu geben, um sich in ihrem Tempo zu entwickeln. Die Idee baut im Konkreten auf drei Säulen auf: Spiel und Spielgaben, Lieder und Bewegungsspiele sowie Gartenarbeit. Spielen liegt in der Natur des Kindes und so entwickelte Fröbel – ähnlich wie Maria Montessori später – eigene Spiele für die Kinder, die er Spielgaben nannte. Hierbei werden dem Kind, je nach Alter entsprechend, unterschiedliche Materialien, wie Ball, Bauklötze, geometrische Formen, zur Verfügung gestellt. Gartenarbeit soll die Kinder in Verbindung mit der Natur bringen, die Beziehung zur Natur stärken und sie zu ihrer wahren Essenz zurückführen. Zum Punkt der Lieder und Bewegungsspiele ist anzumerken, dass Fröbel 50 Mutter-, Spiel- und Koselieder entwickelte. Diese sollen mit den Kindern gemeinsam gesunden werden, die Kinder fördern und sie zum Lernen anregen. Den Kindern soll damit die Möglichkeit gegeben werden Verstand, Gefühle und Körper zu entwickeln. Ferner – und noch wichtiger – sollen sie die Fähigkeiten erlernen, dies auch noch im Erwachsenenalter selbstständig zu tun. Der Ansatz von Fröbel mag für heutige Verhältnisse veraltet wirken, dennoch war es für die damalige Zeit geradezu revolutionär und wegweisend für viele Entwicklungen im pädagogischen Bereich. 

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Literaturverzeichnis: