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Inklusion

Von Michael Kuczera23.04.2021

Die Einbeziehung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen trägt mittels strukturierten und kreativen Lernens, Erfahrungsaktivitäten und unabhängigen Spiel dazu bei, die individuellen sozialen Fähigkeiten eines Kindes zu verbessern und zu fördern.

Inklusion - So unterschiedlich wie das Leben

Jeder Mensch ist etwas Besonderes. Marie ist ein Matheass mit einer Spastik, Paul ist ein grandioser Tänzer mit einer Sprachstörung, Elif spielt leidenschaftlich Klavier auf hohem Niveau, obwohl Sie durch Ihre starke Sehstörung Schwierigkeiten hat die Noten zu lesen.

Inklusive Pädagogik bedeutet nichts anderes, als auf jeden Einzelnen individuell einzugehen und Sie entsprechend zu fördern. Bereits früh im Kindesalter können sich Erzieher:innen sehr gut mit den jeweiligen Kindern individuell auseinandersetzen, um optimale Lern- und Spielinhalte zu bieten.

Förderung ab dem ersten Tag

Für ein Kind ist der erste Tag in der Kindertagesstätte eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Zum Einen Aufregung und Neugier, zum anderen das erste Mal nicht die eigenen Eltern in direkter Nähe zu haben.

Erzieher:innen die ein neues Kind in der Gruppe begrüßen dürfen, können dadurch aber auch schnell die Bedürfnisse und die Art des jeweiligen Kindes feststellen.

Ob introvertiert, energiegeladen oder auch mit einer Behinderung: Sie können ab dem ersten Tag genau auf die persönlichen Eigenschaften des Kindes eingehen.

Im Alltag der Betreuung agieren Erzieher:innen ab diesem Moment als Unterstützung. Bei Gruppenaktivitäten oder Lerninhalten helfen sie den Kindern trotz Sprachbarrieren oder auch einer allgemeinen Schüchternheit mit anderen Kindern in Kontakt zu treten und somit Teil der Gruppe zu sein.

Alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderung, lernen folglich die Diversität anderer Menschen zu schätzen und zu akzeptieren.

Auf jedes Kind individuell eingehen, ohne andere zu benachteiligen - geht das?

Viele Eltern machen sich bei dem Thema Inklusion Sorgen, dass ihr Kind vielleicht nicht die benötigte Betreuung innerhalb einer Gruppe bekommt. Diese Sorgen sind jedoch unbegründet.

Eine Betreuungseinrichtung, die nach dem inklusiven Prinzip arbeitet oder allgemein inklusive Gruppen anbietet, legt auch entsprechend Wert auf überschaubare Gruppengrößen. Die Auswahl an Methoden, Spielen und Übungen im Bereich der Inklusion ist schier unbegrenzt und mindestens genauso unterschiedlich und einzigartig wie das jeweilige Kind selbst.

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Vorteil durch Vorurteilsfreiheit

“Wer stottert ist dumm.” - Einer von vielen Vorurteilen die im Bezug auf Behinderungen vorkommen, obwohl sie komplett falsch sind. Vorurteile sind gesellschaftlich aufgeschnappt oder erlernt. Ein Kind hat diese nicht von Grund auf und genau das ist der Vorteil einer inklusiven Betreuungseinrichtung:

Die Kinder spielen, lachen und toben unabhängig von Defiziten oder Behinderungen miteinander. Insbesondere für Kinder mit einer Behinderung ist dies ein wichtiger Entwicklungsmeilenstein und fördert in der späteren Entwicklung nicht nur das Selbstbewusstsein und den eigenen Umgang mit der Behinderung.

Wieso arbeiten nicht alle Betreuungsangebote nach einer inklusiven Pädagogik?

Eine Betreuung, die so individuell und persönlich ist, erfordert auch viele Umstände:

  • Erzieher:innen müssen im Umgang mit körperlichen und/oder psychischen Behinderungen geschult sein.
  • Die Einrichtung selbst muss nicht nur durch die Erzieher:innen, sondern auch baulich ein barrierefreies Leben ermöglichen.
  • Begleitende Medien wie Bücher oder Filme müssen genau die Vielfältigkeit unterstützen und schätzen, die durch das miteinander in der Einrichtung verdeutlicht werden.
  • …und viele mehr
Von Michael KuczeraGründer